12.02.2006
Panflötengruppe SYRINX |
Die sonst bekannten Orgel-, Gitarren- und Blockflötenklänge als bekannte und alltägliche musikalische Begleitung in der Pfarrkirche Sankt Martinus, waren diesmal nicht im Vordergrund eines Konzertes.
Fast 200 Zuhörer, nicht nur aus der Ortschaft Emmerke, konnten sich von den Klängen der Panflöten in eine andere musikalische Welt entführen lassen. Das einzige Panflötenensemble Deutschlands (eigener Werbespruch), die Gruppe „SYRINX“ von der Musikschule aus Hildesheim, war zu einem Konzertnachmittag in die Pfarrkirche gekommen. Der Name der Gruppe rührt von der Nymphe Syrinx, eine Geschichte aus der griechischen Mythologie, die zur Entstehung der Panflöte beigetragen haben soll.
Unter der Leitung des in Emmerke bekannten Musikschullehrers Bernward Hasselberg, einst musikalischer Leiter in den Musikgruppen der Kolpingfamilie und lange Jahre Organist der Pfarrgemeinde, spielten die 11 Mitglieder ein Konzert aus traditioneller Klassik und Folklore, wobei die musikalischen Eigenarten der Panflöten zum Ausdruck kamen. Erinnert werden darf in diesem Zusammenhand an den Onkel von Bernward Hasselberg, nämlich an Pfarrer Bernhard Hasselberg, der von 1958 bis 1963 verantwortlicher Pfarrer war.
Dass mit dem Instrument auch Pop der aktuellen Zeit gespielt werden kann, wurde im Konzertverlauf deutlich. Aus einer Vielzahl von „Rohren“ unterschiedlicher Länge „gelang“ es den, Panflöten-Musikern das breite Spektrum der musikalischen Klangvielfalt mit Tönen zu entlocken. Die Panflöten mit 15 bis 25 Rohren sind aus unterschiedlichen Holzarten, Bambus oder Haselnusholz sowie aus Glas hergestellt. Bernward Hasselberg informierte auch über die jeweiligen Qualitäten der einzelnen Instrumente, wobei er die unterschiedlichen Tonlage erklingen lies. Zum Programm gehörten unter anderem Kompositionen von Händel, Mozart, Bach und Schubert. Eine „kleine musikalische Schieflage“ nutzte Bernward Hasselberg dazu deutlich zu machen, wie schwierig es ist zum richtigen Zeitpunkt das richtige Rohr für den richtigen Ton zu treffen.
Das Publikum motivierte die Ensemblemitglieder mit besonderem Beifall. Ein musikalischer Programmteil gestaltete das Ensemble unter Einbindung der Orgel. Beeindruckend war dabei auch das „Ave Maria“, für Panflöte, Violine und Orgel. Mit viel Beifall und Melodien von Elton John und der schwedischen Gruppe Abba als Zugabe, fand ein gelungenes Konzert nach rund 80 Minuten seinen Programmschluss. Die Begeisterung der Zuschauer war so groß, dass noch eine dritte Zugabe, ein Lied von Frank Sinatra gespielt werden musste.
Text und Foto: Michael Sinai