„Da habt ihr aber Glück gehabt“, das war die spontane Reaktion der sechsjährigen Josefine aus Groß Düngen; als der Vorhang des Theaterstücks „Der Lebkuchenmann“, gespielt von der Theatergruppe des Vereins Regenbogenkinder, sich schloss. Mit der Feststellung meinte die begeisterte kleine Märchenfreundin den Lebkuchenmann, der nicht gegessen wurde sowie Herrn von Kuckuck - er nannte sich selbst immer nur HvK -, der die Stimme wieder bekommen hatte, um in der Kuckucksuhr stündlich die Zeit ausrufen zu können. Die Reaktionen der Kinder brachten die Schauspieler ganz schön ins Schwitzen, denn sie verfolgten den Handlungsablauf sehr genau und sparten nicht mit Zwischenrufen. Die Bühne des Veranstaltungszentrums „Kollmanns Live“ war als übergroßer Küchenschrank für die sechs Vorstellungen gestaltet worden, denn alltägliche Küchengegenstände erwachten nachts, wenn die Familie schlief. Zunächst merkte die Kuckucksuhr, dass ihre Stimme nur noch in krächzender Tonlage zu verstehen war. Hilfe erwartete Herr von Kuckuck (Bettina Lenz) vom edlen Fräulein Pfeffer (Gerti Dittrich) und Herrn von Salz (Anke Bodenburg), der glaubte ein Salzwassermatrose zu sein. Als die beiden dann Herrn von Kuckuck helfen wollten, entdeckten sie den noch nicht ganz fertigen Lebkuchenmann (Marianne Dede). Der Lebkuchenmann fand die Hilfe für die Uhrenstimme richtig, doch zuvor organisierten die Gegenstände eine zünftige Küchenparty, die die Familie (genannt die Großen) auf den Plan riefen. Es gelang dem Lebkuchenmann mit einiger Überredungskunst und einem kleinen Trick, dem alten griesgrämigen Teebeutel (Andrea Beuershausen), der allein in seiner Teekanne hauste, ein bisschen Honig abzuluchsen. Höllische Angst hatte der Teebeutel allerdings vor Flitsch-Gamasche (Kerstin Hillebrandt), der immer hungrigen Mafia-Maus. Der organisierte Honig wurde aber durch einen Zufall mit Mäusegift vermischt. Denn die Familie hatte genug von den „ekelhaften“ Mäusen, insbesondere von Flitsch-Gamasche und Gift gestreut. Herr von Kuckuck nahm nun von dem „giftigen Gemisch“, obwohl die Kinder es lautstark mit „der Honig ist vergiftet“ verhindern wollten. Kurzfristig klang die Stimme der Kuckucksuhr wieder richtig, aber das Gift verfehlte seine Wirkung nicht, und Herr von Kuckuck wurde „richtig krank“. Erst dem griesgrämigen Teebeutel gelang es mit seinen Kräutern, einen Tee mit „scheußlichem Geschmack“ zu servieren. Dieser half aber die Stimme von Herrn von Kuckuck zu retten, so dass die Uhr nicht im Mülleimer landete. So dass auch in diesem Märchen zum Schluss dass Gute siegt, denn die Kuckucksuhr sorgte mit klaren „Rufen“ wieder für den Stundenschlag. So entging auch noch der Lebkuchenmann selber seinem natürlichen Schicksal aufgegessen zu werden. Er landete im Küchenregal als Dekoration. Der Hausherr wollte ihn nämlich nicht aufessen, weil er glaubte die ekelhaften Mäuse wären auf ihm rumgelaufen. Zuvor war allerdings die Mafia-Maus mit seiner Frau Maria in das Mauseloch zurückgekehrt. Zur Sicherheit wurde das Mauseloch schnell noch zugestopft. Dass was auf großen Bühnen nicht möglich ist, wurde für die kleinen Zuschauer bei einer Vorstellung wahr, sie stürmten regelrecht die Bühne, um die Teekanne, den Zuckerschrank sowie Herrn Salz und alle sprechenden Küchengeräte näher zu sein. Dass Lebkuchen eine gutschmeckende Leckerei für Groß und Klein ist, bewiesen die Proben die von den Schauspielern verteilt wurden. Einig waren sich die Zuschauer mit einem dicken Lob und viel, viel Beifall für die Akteure auf und hinter der Bühne sowie der Tontechnik. |
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Herr von Kuckuck mit krächzender Stimme sollte im Mülleimer landen
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Begeisterte kleine Zuschauer, die nicht mit Zwischenrufen sparten.
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Große Klappe hatte Flitsch-Gamasche
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Der Lebkuchenmann und der griesgrämige Teebeutel verhandeln über Honig, dem alten Hausmittel.
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Der scheußlich schmeckende Tee wirkt
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Der leckere Lebkuchen wird verteilt
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Sturm auf die Teekanne
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Maria, Flitsch`Frau will dafür sorgen dass ihr Mann, die Mafia Maus, in die Teekanne verschwindet
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Das Theaterensemble.
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