25.01.2005
Ortsarchiv eröffnet!
Demnächst gibt es hier noch mehr Infos.
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Emmerke
Die Freude über das gelungene Werk stand Ortsheimatpfleger Wolfgang Greven ins Gesicht geschrieben. In Anwesenheit von Ortsbürgermeister Josef-Theodor Möller, einigen Mitgliedern des Ortsrates sowie Bürgermeister Ferdinand Rössig und Bauamtsleiter Peter Klose, eröffnete der Ortsheimatpfleger das „Ortsarchiv“.
In den Räumen der ehemaligen Grundschule am Dorfplatz, die schon das evangelische Gemeindezentrum mit Jugendraum beherbergt, stehen für das Archiv rund 100 Quadratmeter Kellerraum zur Verfügung. In einer uneigennützigen ehrenamtlichen Aktion hatten die Mitglieder des Arbeitskreises für „Orts- und Heimatpflege“, die Räume mit Unterstützung des Bauamtes und des Bauhofes der Gemeinde Giesen renoviert, stellte Greven fest.
Er berichtete kurz über seine Ziele in der Ortsheimatpflege und stellte heraus, dass die Sammlungen von Dokumenten seines Vorgängers Josef Salland, jetzt auch zugänglich gemacht werden können. Greven plant ab dem neuen Jahr regelmäßige Öffnungszeiten zur Besichtigung und Information einzurichten.
Ortsbürgermeister Josef-Theodor Möller wertete die Eröffnung des Ortsarchivs auch als „Meilenstein“ im Jahr des 1150-jährigen Bestehens der Ortschaft Emmerke. Möller dankte Greven und den anwesenden Mitgliedern des Arbeitskreises für ihre Leistung bei der Renovierung der Räume und der Präsentation der Archivunterlagen.
Berichtet wurde hierbei auch, dass aus der Bevölkerung bereits unzählige Gegenstände zur Verfügung gestellt wurden, ob alte hauswirtschaftliche Gegenstände oder Gegenstände die einst wichtigen Hilfsmittel in landwirtschaftlich geprägten Emmerke waren. Einem Mitstreiter des Teams des Arbeitskreises war es sogar gelungen, die „alte elektrische Schuluhr“ wieder zu beleben.
Bürgermeister Ferdinand Rössig lobte die Arbeit des Ortsheimatpflegers und stellte die Eröffnung als bedeutsamen Tag für die Ortschaft heraus. Die Einrichtung in Emmerke sah Rössig im Zusammenhang mit den Heimatstuben und Archiven in den Ortsteilen der Gemeinde Giesen, auch als Informationsquelle mit hohem Stellenwert für die jungen Generationen, mit Hinweis auf die Grundschüler. Rössig überreichte für das Archiv nicht nur den Wappenteller der Gemeinde Giesen, sondern auch eine finanzielle Unterstützung, damit die Reproduktion einer alten Karte erworben werden kann.
Die Karte dokumentiert die Ortschaft aus den Jahren 1680 und 1754, bevor durch verheerende Brände eine grundlegende Veränderung eintrat. Anschließend konnte sich die Gäste von den hellen Räumen und von den ausgestellten Dokumenten und Gegenständen in die Vergangenheit entführen lassen.
Text und Fotos: Michael Sinai

Am Modell sitzend Ortsheimatpfleger Wolfgang Greven.
Unsere Aufnahme entstand am Ortsmodell von Emmerke, das die Ortschaft um 1850 zeigt. Das Modell war von dem verstorbenen Franz Klöpper erstellt worden. Die Familie des Modellerbauers hat das Modell als Dauerleihgabe dem Archiv übergeben.

Fotos: Michael Sinai