07.02.2007

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Bürgerinfo

 

Planungsstand Bahnhofsgelände

 

 

„Gibt es jetzt Licht am Ende des Tunnels?“.
Das könnte das Ergebnis aus dem Podiumsgespräch des CDU-Ortsverbandes zum Thema “Wie geht es weiter mit dem Bahnhofsgelände“ sein. Mit den Gesprächsteilnehmern Detlef  Krusche, Leiter des Bahnhofsmanagement Göttingen und Vera Siegmund von der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen, waren zwei kompetente Fachleute anwesend. Die Runde wurde komplettiert durch Bürgermeister Andreas Lücke und Bauamtsleiter Peter Klose von der Gemeinde Giesen. In der Moderation von CDU-Vorstandsmitglied Günter Kaune wurde zunächst aufgezeigt, welche Initiativen  bisher seitens der CDU im Einvernehmen und auf Beschluß des Ortsrates seit Jahren gestartet wurden.
Einhellige Meinung der Beteiligten war: „Es sieht katastrophal für den Eingangsbereich der Ortschaft aus“. Vera Siegmund stellte die 1996 gegründete Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) den über 50 anwesenden Bürgern vor. Als Tochter des Landes Niedersachsen ist die LNVG seit der Bahnreform, unter anderem auch zuständig für die Verbesserung des ÖPNV, Aus- und Neubau von Bahnhöfen und Park und Ride - Plätzen. Sie ist zuständig für die Vergabe von Fördermitteln bei diesen Maßnahmen. „Wenn alle Kriterien der Förderrichtlinien erfüllt sind, kann mit einem 75-prozentigem Zuschuss auch für das Projekt Emmerke gerechnet werden“, so die LNVG-Vertreterin.
Detlef Krusche zeigte seine Bahn-Zuständigkeiten auf, die sich auf das „Rollende Rad“ der Bahn, beziehen. Krusche erläutert, dass in Emmerke der Bahnsteig der Richtung Nordstemmen im Februar 2008, mit einem Volumen von 480.000 Euro, umgebaut werde. „Sie werden auch hier einen 76er Bahnsteig (Einstiegshöhe) bekommen, der auch dem Niveau der geplanten S-Bahn-Einführung entspricht“. Emmerke soll an die „S-Bahn-Hannover“ voraussichtlich im Laufe des Jahres 2008 im Stundentakt mit einer Linie angebunden werden. Detlef Krusche schwärmte für den Bahnhofsstandort Emmerke, der auf die Zukunft gerichtet schon jetzt gute Voraussetzungen habe, mit immerhin 71 haltenden Zügen. „Die Attraktivität wird mit der Park- und Ride-Anlage gesteigert, wobei die Erwartungshaltung der Bahn und der LVNG, natürlich steigende Fahrgastzahlen sind“, so der Manager. Seine Forderung lautet an die politischen Entscheidungsträger: „Nutzen sie die Chance“.
In einer offen geführten Diskussion wurden die Probleme mit den Zuständigkeiten der einzelnen „Bahn-Töchter“ deutlich und erschwerend herausgestellt. Kopfschüttelnd nahmen alle Beteiligten zur Kenntnis, dass das Gelände zum Ausbau der Park- und Ride-Anlage zunächst durch die Gemeinde von der Bahn gekauft werden muss. Kurzer sinngemäßer Kommentar der Fachleute: „So sind die gesetzlichen Regelungen aus der Bahnreform“.
Bauamtsleiter Peter Klose stellte heraus, dass keine Schubladen-Entwürfe vorliegen würden und empfahl eine schnelle Entwurfsplanung eines Fachingenieurs. Es sind zeitlich schnelle Vorgaben zu erfüllen, da Zuschussanträge für 2008 bis zum 31. Mai 2007 gestellt werden müssen.
Bürgermeister Lücke sah die Veranstaltung als Auftrag an die Verwaltung an, schnellstmöglichst Gespräche und  Fakten zu schaffen, damit ein entscheidungsreifes Konzept den Ratsgremien vorgelegt werden kann. Der Bürgermeister signalisierte den anwesenden Bürgern auch: „Auch wenn diese Bahn-Maßnahme mit der finanziellen Beteiligung der Gemeinde realisiert wird, bleiben beispielsweise, die ortsbezogenen Maßnahmen für Straßenbau, Kinder- und Jugendarbeit nicht auf der Strecke“. 

Text und Fotos: Michael Sinai

Foto v.l.: Detlef Krusche, Vera Siegmund, Günter Kaune, Andreas  Lücke, Peter Klose

Der Bahnsteig auf der Nordseite wird für 480.000 Euro umgebaut.

Hier soll der Park-Ride-Bereich mit Zuschüssen der LNVG entstehen

 

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